Wir verwenden Cookies auf unserer Webseite, um Ihren Besuch effizienter zu machen und Ihnen eine möglichst angenehme Nutzung bieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Dafür setzen wir Google Analytics ein. Weitere Informationen finden Sie in unserer DATENSCHUTZERKLÄRUNG.
COVID-19:

Corona-Krise - Schutz für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten

09. April 2020

Das am 27.03.2020 vom Bundesrat bestätigte COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz beschränkt sich nicht auf Regelungen für Krankenhäuser. Es enthält u.a. auch Umsatzgarantien für Praxen von niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten. 

Ziel des Gesetzes ist es insoweit, die ambulante Versorgung der Bevölkerung während der Coronavirus-Pandemie auch bei reduzierter Inanspruchnahme durch Patienten zu sichern und drohende Praxisschließungen abzuwenden. Es enthält zugleich umfangreiche Finanzhilfen für den Krankenhaus- und Pflegebereich.

 

Gesamtvergütung bleibt unverändert

Für den ambulanten Bereich sieht das Gesetz vor, dass die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) trotz reduzierter Leistungsmenge im regulären Umfang ausgezahlt wird. Die Krankenkassen müssen also genauso viel Geld für die Versorgung der Patienten bereitstellen wie zu „normalen“ Zeiten. 

Mindert sich infolge der Pandemie die Fallzahl in einem Umfang, der die Fortführung der Arztpraxis gefährdet, hat die KV im Benehmen mit den Landesverbänden der Krankenkassen und Ersatzkassen im Verteilungsmaßstab zeitnah Regelungen zur Fortführung der Vertragsarzttätigkeit vorzusehen. 

Die Krankenkassen haben der KV die zusätzlichen Kosten für außerordentliche Maßnahmen zu erstatten, die zur Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung während einer Pandemie im Sinne des IfSG erforderlich sind. 

 

Ausgleich für extrabudgetäre Leistungen

Ärzte und Psychotherapeuten haben zudem Anspruch auf eine Ausgleichszahlung für extrabudgetäre Leistungen wie Früherkennungsuntersuchungen und ambulante Operationen. Dafür muss allerdings das Gesamthonorar ihrer Praxis um mindestens 10 % gegenüber dem Vorjahresquartal sinken und die Fallzahl zurückgehen.  

Die Ausgleichszahlung beschränkt sich auf Leistungen außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung. Zudem ist geregelt, dass Ausgleichszahlungen mit Entschädigungen, die beispielsweise nach dem Infektionsschutzgesetz bei einer angeordneten Quarantäne gezahlt werden, verrechnet werden müssen

Diese Regelungen treten zum 01.01.2021 wieder außer Kraft. Einzelheiten zur Höhe und zum Verfahren der Ausgleichszahlungen bleiben abzuwarten.

 

Aktuelles rund um Covid-19