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Aktuelles:

Konzernverhältnisse bei Anleiheemissionen

22. Mai 2013

Haftungsrisiken und besondere Anforderungen an die Aufklärung der Anleger

Von Ingo Wallenborn, LL.M., Rechtsanwalt, BDO Legal

Unternehmen, die Anleihen emittieren und öffentlich anbieten oder an der Börse zulassen, müssen Anleger darüber aufklären, wenn sie im Rahmen ihrer Konzernstruktur nachteiligen Weisungen eines Mutterunternehmens unterliegen, die dazu führen können, dass dem Emittenten der Emissionserlös entzogen und damit die Rückzahlung an die Anleger gefährdet wird. Die Pflicht
zur Offenlegung geht dabei deutlich weiter als der bloße Hinweis auf das Vorliegen dieses Abhängigkeitsverhältnisses.
Neben dem Emittenten haftet auch die Konzernmutter für die ordnungsgemäße Aufklärung der Anleger. Dies gilt auch, wenn es an der Erstellung des Emissionsprospekts gar nicht mitgewirkt hat. Ein Urteil des Bundesgerichtshofs
vom Ende letzten Jahres hat dies ausdrücklich bestätigt.

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