BDO Legal und Kooperationspartner BDO Restructuring begleiten Traditionsmarke Schlemmermeyer bei erfolgreicher Sanierung

06. Dezember 2019

Die Traditionsmarke Schlemmermeyer wurde im Rahmen eines nur sechsmonatigen Eigenverwaltungs-Verfahrens durch die Einbindung eines neuen Investors mittels Insolvenzplan saniert.

Die Schlemmermeyer GmbH & Co. KG, mit Hauptsitz in München, war in der ursprünglichen Struktur mit rund 204 Mitarbeitern und 26 Filialen als Delikatessenanbieter tätig. Das Unternehmen hat 2017/2018 einen Umsatz von rd. 16.8 Mio. EUR erwirtschaftet.

Vor dem Hintergrund einer nachlassenden Frequenz in den Innenstädten, hohen Mietzinsverpflichtungen aus der Vergangenheit und einem veränderten Kaufverhalten musste sich Schlemmermeyer schlanker aufstellen und sein Filialportfolio an die marktspezifischen Gegebenheiten anpassen. Darüber hinaus will Schlemmermeyer in der Zukunft durch die Vergabe von Lizenzen und Franchisekonzepten für Handel und Gastronomie wieder wachsen. Ende Mai 2019 wurde daraufhin das Eigenverwaltungsverfahren vor dem Amtsgericht München beantragt. Die Sanierungsberater der BDO Legal Rechtsanwaltsgesellschaft mbH und der BDO Restructuring GmbH unterstützten die Eigenverwaltung. Der vom Amtsgericht München bestellte Sachwalter Dr. Michael Jaffé (Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter) überwachte im Interesse der Gläubiger die Geschäftsführung im Rahmen der Betriebsfortführung und unterstützte diese bei der Erstellung des Insolvenzplans.

Elementarer Bestandteil des Sanierungskonzeptes war neben der Gewinnung externer Investoren die Anpassung der Filialstruktur, um den Erhalt des überwiegenden Teils der Arbeitsplätze sowie der rentablen Filialen sicherzustellen und eine maximale Gläubigerbefriedigung herbeiführen zu können. Durch die im Rahmen des Insolvenzplans erfolgte Sanierungslösung ist dies gewährleistet. Die Düsseldorfer Investorengruppe 12.18. Investment Management GmbH hat die Gesellschaft jetzt nach erfolgreicher Sanierung übernommen und wird die weitere Entwicklung der Marke vorantreiben. Die Gesellschaft verfügt dadurch nach dem Insolvenzplankonzept über eine gestärkte Kapitalbasis sowie eine nachhaltige Zukunftsperspektive.

„Wir haben einen zügigen Sanierungsprozess mit der Eigenverwaltung initiiert, strukturiert und umgesetzt und dabei die Arbeitsplätze von 157 Beschäftigten an 16 Standorten erhalten“ teilt der Sanierungsberater Roman-Knut Seger von BDO Legal mit und ist überzeugt davon, im Interesse der Gläubiger ein „sehr gutes Ergebnis“ erzielt zu haben.

Der Insolvenzplan wurde am 29. November 2019 in der Gläubigerversammlung von allen Gruppen angenommen und vom Amtsgericht –Insolvenzgericht- München bestätigt.

„Das einhellige Votum der Gläubiger zeigt, dass die Sanierung über den Weg eines Insolvenzverfahrens im Interesse aller Beteiligten die beste Lösung war. Dies gilt insbesondere auch für den Erhalt der Arbeitsplätze“, so Sachwalter Dr. Michael Jaffé zusammenfassend.